Die fortschreitende Digitalisierung verändert Geschäftsprozesse in rasantem Tempo und macht auch vor der Rechnungsabwicklung nicht halt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnt das E-Invoicing (elektronische Rechnungsstellung) daher zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen setzen auf digitale Lösungen, um ihre Abläufe effizienter zu gestalten, Rechtssicherheit zu gewährleisten und internationale Standards zu erfüllen. Gerade für Firmen mit grenzüberschreitenden Aktivitäten bietet das E-Invoicing ein enormes Potenzial: Rechnungen können automatisiert übermittelt werden, Fehlerquoten sinken und komplexe Compliance-Vorgaben lassen sich deutlich leichter einhalten. Damit entwickelt sich das E-Invoicing zu einem zentralen Treiber für Effizienzsteigerung, Prozesssicherheit und die Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit.

E-Invoicing sorgt für effiziente, kostengünstige und Compliance-konforme Rechnungsprozesse. Unternehmen in der D-A-CH-Region profitieren durch:

Die Einführung von E-Invoicing eröffnet Unternehmen Vorteile, die weit über eine reine Prozessoptimierung hinausgehen. Die digitale Rechnungsverarbeitung reduziert den manuellen Aufwand erheblich, verkürzt Bearbeitungszeiten und beschleunigt Freigabeprozesse.
Gerade im Kontext internationaler Geschäftsbeziehungen in der D-A-CH-Region sind diese Effekte von strategischer Relevanz:
Speziell bei komplexen Lieferketten wirkt diese Transparenz wie ein Katalysator: Sie minimiert Risiken, stärkt Vertrauen und legt die Basis für belastbare, langfristige Geschäftsbeziehungen auf globaler Ebene.
Ein entscheidender Motor für die Verbreitung von E-Invoicing sind die zunehmenden gesetzlichen Vorgaben. Sowohl in der D-A-CH-Region als auch weltweit verschärfen sich die regulatorischen Anforderungen kontinuierlich. Unternehmen, die sich frühzeitig darauf einstellen, minimieren nicht nur Risiken und potenzielle Sanktionen, sondern verschaffen sich zugleich einen wichtigen Wettbewerbsvorteil durch Rechtssicherheit und effizientere Prozesse.
In Deutschland bilden die GoBD den zentralen Rahmen für die elektronische Aufbewahrung steuerrelevanter Daten. Sie definieren, wie digitale Informationen zu archivieren und im Rahmen von Betriebsprüfungen bereitzustellen sind. Ab 2025 beginnt zudem die schrittweise Einführung der B2B-E-Invoicing-Pflicht auf Basis der EU-Initiative ViDA (VAT in the Digital Age), die vollständig umgesetzt sein soll. Für Unternehmen bedeutet das: Die rechtzeitige Vorbereitung, die technische Integration in ERP-Systeme sowie die Sicherstellung einer revisionssicheren Archivierung sind unverzichtbar.
Österreich gilt als Vorzeigebeispiel in Europa. Bereits seit 2014 müssen Rechnungen an Bundesbehörden ausschließlich elektronisch übermittelt werden (B2G-Pflicht). Hierfür steht das zentrale Portal ERV zur Verfügung, über das Rechnungen standardisiert und in maschinenlesbaren Formaten eingereicht werden. Im B2B-Bereich existiert zwar bislang keine gesetzliche Pflicht, die freiwillige Nutzung breitet sich jedoch zunehmend aus – angetrieben von den klaren Effizienz- und Kostenvorteilen.
In der Schweiz liegt der Schwerpunkt auf der Mehrwertsteuer-Compliance. Unternehmen sind verpflichtet, elektronische Rechnungen korrekt und revisionssicher zu archivieren. Staatliche Vorgaben sind weniger streng als in Deutschland oder Österreich, dennoch haben sich Banken, Kantone und die Bundesverwaltung schon frühzeitig auf E-Invoicing eingestellt. Im B2B-Bereich ist die Nutzung überwiegend freiwillig, setzt sich jedoch stetig stärker durch – nicht zuletzt durch die Vorreiterrolle des öffentlichen Sektors.

Trotz der zahlreichen Vorteile ist die Einführung von E-Invoicing mit Herausforderungen verbunden. Dazu zählen vor allem die technische Komplexität, die unterschiedlichen länderspezifischen Anforderungen sowie sprachliche und rechtliche Besonderheiten.
Die Lösung liegt in flexiblen Softwarelösungen wie artner Invoice und modularen Architekturen, die sowohl internationale Standards als auch regionale Vorgaben abbilden. Moderne Cloud-Plattformen mit API-Schnittstellen ermöglichen eine skalierbare Implementierung und vereinfachen die Integration in bestehende ERP-Systeme. Unternehmen, die diesen Schritt frühzeitig gehen, schaffen damit nicht nur die Grundlage für harmonisierte Rechnungsprozesse, sondern treiben gleichzeitig ihre digitale Transformation entscheidend voran.
Eine erfolgreiche E-Invoicing-Strategie erfordert eine moderne und leistungsfähige IT-Infrastruktur. Wesentliche Bausteine sind dabei:
Gerade in der D-A-CH-Region, in der etablierte Systeme wie Microsoft Dynamics NAV 365 Business Central stark verbreitet sind, spielt die reibungslose Integration eine entscheidende Rolle. Nur wenn diese gewährleistet ist, können Unternehmen die vollen Effizienz- und Kostenvorteile international ausschöpfen.

Der Trend im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung ist klar: Standardisierung, Automatisierung und innovative Technologien bestimmen die Entwicklung. Mit dem europaweiten Rollout von Peppol entstehen einheitliche Rahmenbedingungen, die die Interoperabilität zwischen Unternehmen erheblich erleichtern. Ergänzend dazu eröffnen Zukunftstechnologien wie Blockchain oder KI-gestützte Prozessautomatisierung neue Möglichkeiten für mehr Sicherheit, Effizienz und Geschwindigkeit.
Für Unternehmen in der D-A-CH-Region bedeutet das: Wer E-Invoicing frühzeitig implementiert, verschafft sich einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Denn was heute noch ein strategischer Vorteil ist, wird schon bald zur verbindlichen Pflicht – und zwar nicht nur in Europa, sondern weltweit.
Die E-Rechnung ist längst mehr als ein technisches Werkzeug. Sie ist ein wirksames Instrument, um internationale Rechnungsprozesse zu optimieren, regulatorische Anforderungen zuverlässig zu erfüllen und zugleich Kosten zu reduzieren. Für Unternehmen in der D-A-CH-Region eröffnet die digitale Rechnungsstellung ein enormes Potenzial, um die digitale Transformation konsequent voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
Wer die Umstellung jetzt einleitet, profitiert nicht nur von Effizienz, Transparenz und Kostenvorteilen, sondern ist auch bestens auf die Anforderungen von morgen vorbereitet.
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Unternehmen profitieren von deutlich geringeren Verarbeitungskosten, schnelleren Zahlungsprozessen und einer höheren Datenqualität. Zudem wird die Einhaltung steuerlicher Vorgaben erleichtert. Gleichzeitig steigert E-Invoicing die Transparenz innerhalb der Finanzprozesse und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Geschäft.
Ja. In Österreich ist E-Invoicing im B2G-Bereich seit 2014 verpflichtend. In Deutschland gelten aktuell die GoBD-Regeln. Seit 2025 wird die B2B-E-Invoicing-Pflicht schrittweise eingeführt. In der Schweiz gibt es keine allgemeine Pflicht, allerdings setzt der öffentliche Sektor – hauptsächlich Behörden und Banken – E-Invoicing bereits umfassend ein.
EN 16931 ist der europäische Standard für elektronische Rechnungsstellung. Er gewährleistet die Interoperabilität zwischen Unternehmen und Behörden in der EU und sorgt dafür, dass E-Rechnungen problemlos in bestehende Systeme integriert werden können.
In der D-A-CH-Region sind vor allem zwei Formate etabliert: XRechnung (reines XML-Format) und ZUGFeRD (eine Kombination aus PDF und XML). Beide ermöglichen maschinenlesbare, standardisierte Rechnungen.
Reine PDFs gelten nicht als E-Invoices. Sie müssen per OCR-Technologie oder durch manuelle Erfassung in strukturierte Formate wie die XRechnung konvertiert werden, um anschließend automatisiert verarbeitet werden zu können.
Elektronische Rechnungen sind gesetzlich über einen gewissen Zeitraum aufzubewahren. Dabei müssen die Unveränderbarkeit und eine GoBD-konforme Speicherung jederzeit gewährleistet sein. In Deutschland wurden die Aufbewahrungsfristen von 10 auf 8 Jahre verkürzt. Für Österreich sind 7 Jahre vorgeschrieben und in der Schweiz 10 Jahre.
Die Anbindung an ERP-Systeme stellt häufig eine Herausforderung dar. Hinzu kommen notwendige Abstimmungen zwischen IT, Buchhaltung und Einkauf sowie die Berücksichtigung länderspezifischer Anforderungen, die je nach Markt variieren können.