
Wie kann durch automatisierte Rechnungsverarbeitung eine Vollzeitstelle freigesetzt werden?
Durch die Kombination aus Automatisierung wiederkehrender Aufgaben, regelbasierter Prozesssteuerung und Reduktion manueller Tätigkeiten wird der Arbeitsaufwand pro Beleg deutlich reduziert.
Welche Prozesse bieten das größte Automatisierungspotenzial?
Insbesondere wiederkehrende Rechnungen, Freigabeprozesse und die Weiterleitung von Belegen bieten hohes Potenzial für Automatisierung.
Ist dieser Ansatz auch für komplexe Organisationen geeignet?
Ja, insbesondere bei vielen Mandanten, Beteiligten und Freigabestufen entfaltet eine strukturierte Prozesslogik ihre größte Wirkung.
Die Verarbeitung von Eingangsrechnungen zählt in vielen Organisationen zu den stabil laufenden Kernprozessen. Abläufe sind definiert, Zuständigkeiten geklärt und die operative Abwicklung funktioniert zuverlässig. Gerade in gewachsenen Strukturen zeigt sich jedoch häufig ein anderes Bild: Ein erheblicher Teil der Arbeitszeit wird für wiederkehrende, manuelle Tätigkeiten aufgewendet, die nur begrenzt zur Wertschöpfung beitragen. Dazu zählen insbesondere die Weiterleitung von Belegen, die manuelle Überwachung von Fristen sowie die wiederholte Bearbeitung identischer Rechnungsarten. Diese Tätigkeiten binden qualifizierte Ressourcen dauerhaft im operativen Tagesgeschäft.
Dieser Use Case basiert auf einer großen Organisation im sozialen Bereich mit mehreren Einrichtungen, einer hohen Nutzerzahl und einem jährlichen Belegvolumen von rund 24.000 Rechnungen. Der digitale Rechnungsworkflow war bereits etabliert und wurde im laufenden Betrieb weiterentwickelt. Ziel war es, bestehende Abläufe nicht grundlegend zu verändern, sondern gezielt zu optimieren und zu entlasten.
Trotz eines funktionierenden digitalen Prozesses war die Rechnungsverarbeitung durch einen hohen Anteil manueller Tätigkeiten geprägt.
Insbesondere folgende Punkte führten zu zusätzlichem Aufwand:
Die Folge war eine hohe operative Belastung innerhalb der Buchhaltung, obwohl der Prozess grundsätzlich stabil lief.
Im Mittelpunkt der Optimierung stand nicht die Einführung einzelner Funktionen, sondern die konsequente Weiterentwicklung des gesamten Prozesses hin zu einer regelbasierten Steuerung. Wiederkehrende Rechnungen werden anhand definierter Kriterien automatisch erkannt und verarbeitet. Auf dieser Basis können Schritte wie Indexierung, Prüfung und Freigabe in weiten Teilen automatisiert erfolgen. Die Buchhaltung übernimmt lediglich eine abschließende Kontrolle vor der Übergabe an das Rechnungswesen-System Microsoft Dynamics NAV. Parallel dazu wurde die Weiterleitung von Belegen systemseitig geregelt. Dokumente erreichen die zuständigen Bearbeiter automatisch auf Basis der ausgelesenen Belegdaten.
Ein integriertes Fristenmanagement stellt sicher, dass Zahlungsziele und Skontofristen nicht mehr manuell überwacht werden müssen. Eskalationsmechanismen greifen automatisch, bevor Verzögerungen entstehen.
Die wesentliche Entlastung entstand durch konkrete Verbesserungen im täglichen Arbeiten:
Diese Maßnahmen reduzieren den Aufwand pro Beleg nur in geringem Umfang, entfalten jedoch über das gesamte Belegvolumen hinweg eine erhebliche Wirkung.
Die Wirkung der Prozessoptimierung zeigt sich in klar nachvollziehbaren Ergebnissen:
Der entscheidende Effekt liegt jedoch in der freigesetzten Kapazität:
Eine vollständige Vollzeitstelle konnte aus der operativen Rechnungsverarbeitung herausgelöst und für qualifiziertere Aufgaben eingesetzt werden.
Zur Unterstützung der Prozessautomatisierung werden unter anderem folgende Funktionen eingesetzt:
Diese Funktionen greifen ineinander und ermöglichen eine durchgängige Prozesssteuerung.
Dieser Anwendungsfall zeigt, dass Automatisierung im Rechnungswesen nicht nur zur Beschleunigung von Abläufen beiträgt. Durch eine klare Prozesslogik und systemseitige Steuerung entsteht vor allem eines: Entlastung im operativen Alltag.
Gerade in Organisationen mit hoher Belegmenge, komplexen Strukturen und begrenzten personellen Ressourcen wird Automatisierung damit zu einem entscheidenden Hebel für nachhaltige Prozessstabilität und Kapazitätsgewinn.
Dann lohnt sich ein genauer Blick auf Ihre bestehenden Abläufe.
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